Donnerstag, 4. August 2011
Mitad del Mundo
Heute ging es nach der Arbeit im Krankenhaus mit dem Bus 1,5 Stunden zu einem Dorf mit dem Namen „Mitad del Mundo“, sprich Mitte der Erde.
Im dortigen Museum Intinan wandelte man auf den Spuren der einheimischen Bevölkerung, die hier lebt. Da gab es die indigene Kunst zu bestaunen, deren Alltag und Lebensweise kennenzulernen und nicht zuletzt den Äquator zu begehen.










Im Gegensatz zu vielen anderen Äquatordenkmälern in Ecuador, konnte man hier den Echten bestaunen, was uns Besuchern durch viele Experimente bewiesen wurde. Am deutlichsten fiel das Badewannen-Experiment aus: Hierzu wurde eine Wanne mit Wasser auf dem Äquator aufgestellt; ließ man das Wasser ab, floss es ohne Strudelbildung nach unten. Stellte man die Wanne wenige Meter neben den Äquator, bildeten sich Strudel- auf der Nordhalbkugel drehten sie sich anders herum, als auf der Südhalbkugel.

Dazu ein Kommentar aus „Zeit online“: „Wenn die Geschichte wahr ist und nicht selber eine Legende, dann ist der Mann ein geschickter Taschenspieler, der dem Wasser durch heimliche, unmerkliche Rotationsbewegungen die jeweils richtige Drehrichtung verpasste. Um die Corioliskraft wirksam werden zu lassen und andere Störkräfte dabei auszuschalten, hätte er (nach den Berechnungen eines Lesers einer amerikanischen Wissenschaftszeitschrift) die Schüssel auf eine Millionstel Bogensekunde genau (das sind 0,0000000003 Grad) waagerecht halten müssen.“

Tja, aber alle haben das dort geglaubt…

Ein weiteres Experiment bestand darin, ein rohes Ei hochkant auf einen Nagel aufzustellen (direkt auf der Äquatorlinie)- unglaublicherweise funktionierte dieses Geschicklichkeitsspiel; ohne große Probleme balancierte das Ei minutenlang auf dem Nagel ohne umzukippen.
Allerdings bin ich mir nicht mehr sicher, ob da auch irgendein Touristentrick dahintersteckt…