Busfahren in Quito
Heute stand ein unspektakulär klingendes Unterfangen auf dem Plan, das sich aber später als sehr interessant herausstellen sollte: Eine Busfahrt ins 10 Kilometer entfernte Tumbaco.
Das Bus-System in Quito weist doch ein paar erhebliche Unterschiede zu Deutschland auf: Das fängt schon an der Haltestelle an, an der man einen Fahrplan oder Fahrkartenautomat vergeblich sucht. Somit beschwert sich auch keiner über irgendwelche Verspätungen- denn die gibt es nicht. Man nimmt einfach den nächsten Bus, der kommt. Dank der nicht vorhandenen Fahrkartenautomaten erspart man sich weiterhin das frustrierende Navigieren durch unverständliche Automaten-Menüs mit ihren diversen Preisklassen & Co- man steigt einfach ein. Wobei „einfach“ in 90 % der Fälle nicht der Wahrheit entspricht. Denn die Busse fahren generell mit offenen Türen, d.h. an jeder roten Ampel, im Stau oder wenn der Bus einfach nur langsam fährt, kann man ein-und aussteigen. Entsprechend wenige Haltestellen gibt es im Stadtgebiet. Und stehen an einer Haltestelle keine großen Menschenmassen oder ältere Leute, hält der Bus auch nicht an, sondern man muss sehen, wie man im Fahren in den Bus hineinspringt.
Das Bus- Personal besteht aus dem Fahrer und einem Kassierer.
Bezahlt wird dann erst beim Ausstieg. Dazu steigt man generell vorne aus und drückt dem Kassierer das Kleingeld in die Hand. Und man bezahlt in der Tat nur mit Kleingeld: Die Reise von Quito nach Tumbaco, die über eine halbe Stunde gedauert hat, hat mich weniger als einen $ gekostet.
Durch das geschickte System des Ein-und Aussteigens und dem enorm heißen Reifen, den die Fahrer fahren (auch wenn der Bus bis an die Oberkante voll ist), kommt man viel schneller an, als in Deutschland.
In Tumbaco haben wir dann noch einige Freunde der Gastfamilie besucht und dann ging es schon wieder Richtung Quito zurück.
florian.graw am 03. Juli 11
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