Langsam kommt ein bisschen Routine in meine Arbeit in der Kinderkrebsklinik. Diese Woche arbeite ich in der Chemotherapie- Ambulanz und spiele mit den Kindern, die dort behandelt werden.
Und da gibt es viel zu spielen: Entweder es wird gepuzzelt, gemalt oder es werden Brettspiele gespielt. Manche Kinder lernen in der Schule auch Englisch und mit denen kann ich dann ihre Englischkenntnisse verbessern.
Entgegen aller Befürchtungen ist das Arbeiten mit den Kindern keine traurige Angelenheit, wie man sich das in einer Krebsklinik vorstellen könnte- die Kinder sind total happy und für die ist der ganze Aufenthalt im Krankenhaus ein riesiges Abenteuer (mit der Krönung von 10-13 Uhr, denn da ist besagter Spieleraum offen).
Um 10 Uhr kommen die ersten Patienten. Gespielt wird bis um halb eins- den dann gibt es Essen. Dann ist auch schon der Arbeitstag rum und ich hab den Nachmittag zur Verfügung, um mir Quito anzuschauen.

Eigentlich arbeite ich für zwei Stiftungen: „Por una vida“ kümmert sich um den Spieleraum in der Ambulanz und um die Beschäftigung mit den stationär aufgenommenen Kindern. Die Stiftung „Sol y Vida“ organisiert die Verteilung von gespendeten Medikamenten an Patienten aus sozial schwächeren Familien.

Einmal die Woche helfe ich auch im Büro der Stiftung von „Sol y Vida“. Unser derzeitiges Projekt ist die statistische Aufarbeitung der Patientendaten seit der Gründung in 2005.

Auch in der Gastfamilie wird es nicht langweilig. Erst fiel das warme Wasser aus, dann das Internet und dann schon wieder das Wasser (Strom haben wir allerdings noch). Und dann hat ein Gast aus den USA wahrscheinlich das falsche paar Bergschuhe mitgenommen, denn hier steht ein Paar rum, das keinem gehört- und einem Gast fehlen seine Bergschuhe (und gerade der will morgen auf den Cotopaxi...).
Gerade eben habe ich gehört, dass die Nachbarhäuser den ganzen Tag ohne Strom waren- ich glaube, es ist nur eine Frage der Zeit bis...