19.Juli 2011-07-26
Heute ging die große Fahrt endlich los: Früh am Morgen verließ ich den Flughafen in Quito in einem erstaunlicherweise großen Flugzeug (ich glaub ein A 320)- ich war eigentlich davon ausgegangen, dass wir in einer kleinen Propellermaschine auf Galapagos landen. Aber heutzutage ist auch das zum Massentourismus geworden.
Kurz vor der Landung gingen die Stewardessen durch das Flugzeug und desinfizierten das gesamte Handgepäck- um dem Einschleppen von Krankheiten vorzubeugen.
1,5 h später landeten wir auch schon auf der Insel Baltra und jetzt begann die Odyssee erst richtig: Von Baltra ging es per Bus zu einer Fähre, die uns auf die Insel Santa Cruz übersetzte. Dort fand dann wir alle, die die nächsten Tage gemeinsam auf dem Schiff verbringen sollten, zusammen. Von der Fähre aus fuhren wir dann wieder mit dem Bus 45 Minuten Richtung Puerto Ayora, wo wir dann das Schiff besteigen sollten.
Doch kurz vorher bogen wir von der Landstraße ab, um unsere erste Besichtigung vorzunehmen: Die Riesenschildkröten von Santa Cruz.
In einem kleinen Wäldchen begannen wir unsere Rundtour: Die Größe der Schildkröten nahm im Laufe des Weges immer mehr zu, bis wir am Ende einem wirklich riesigen und demnach auch alten Exemplar begegneten.
Sehr interessant sind auch die Geräusche, die die Tiere machen, wenn man ihnen zu nahe kommt: Die fangen dann richtig laut an zu fauchen und ziehen alles an Extremitäten ein, was sie haben. Ich hätte nie gedacht, dass diese Tiere dermaßen laute Töne von sich geben.
Ganz schön schwer, so ein Panzer- und eng
Am Abend waren wir dann endlich in Puerto Ayora angekommen- und sogleich wurden wir Zeuge eines interessanten Schauspiels: Die in Galapagos sehr bekannten blaufüßigen Tölpel gingen auf die Jagd- eine richtige Kamikaze-Jagd: Die Vögel flogen bis in eine Höhe von 20 Meter, ließen sich dann- ähnlich wie Adler- senkrecht und pfeilschnell nach unten fallen, durchstießen die Wasseroberfläche und spießten die verdutzten Fische mit ihrem langen Schnabel auf.
Unsere Gruppe war sehr nett: Wir hatten 2 Deutsche und einen Österreicher an Bord, dazu ein Ehepaar aus Südafrika, mehrere aus London und den USA und eine Französin.
Der Abend war kurz, da wir alle sehr müde waren und als ich mich in meine 40 cm breite Koje legte (der gesamte Raum war nur einen Meter breit) ankerten wir immer noch. Mitten in der Nacht wachte ich mit einem Brummschädel auf- alles drehte sich. Wir waren losgefahren, mit Kurs auf die erste Insel und meine Seekrankheit zeigte sich an diesem Abend- sie sollte bis zum Abend andauern und auch nicht die Letzte in der Woche sein…
Wohin mit dem ganzen Gepäck- mehr Platz gibt es unter Deck nicht…
florian.graw am 27. Juli 11
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