Galapagos Tag 2
Noch beduselt von dem ganzen Geschaukel kam ich am nächsten Morgen an Deck und war gespannt was ich sehen würde- wir ankerten vor einer kleineren Insel im blauen Wasser- die letzten Wolken der Nacht waren auch gerade dabei, sich zu verziehen. Aber genauso entdeckte ich einen sehr gut gedeckten Frühstückstisch- und schlug erst mal kräftig zu. Kurze Zeit später setzten wir per Beiboot auf die Insel Rábida über.






Dort konnten wir einer Seelöwenkolonie am Strand beim Schlafen zusehen.















Landschaft der Insel Rábida






















Unser Boot






Pelikane gibt es hier übrigens auch…

Wir unternehmen noch eine Wanderung über die Insel und hatten dann am dortigen Strand unsere erste Schnorcheltour. Vom Beiboot aus ließen wir uns in das warme Wasser fallen und beobachteten die vielen Seesterne und bnuten Fische am Grund- ein Fisch, der Regenbogenfisch gefiel mir besonders.
Hier hatte ich die Gelegenheit, meine ersten Bilder mit meiner Unterwasserkamera zu machen. An dem Tag vor meiner Abreise habe ich in Quito verzweifelt versucht, ein solches Exemplar aufzutreiben. Aber in keinem Laden in Quito- nicht einmal in den großen Kaufhäusern- gab es eine. Kaum bin ich an meinem ersten Tag in Puerto Ayora, werde ich von den Standbesitzern nur so mit Einmal-Unterwasserkameras beworfen!
Morgen werde ich sie entwickeln lassen- ich hoffe, die Bilder sind einigermaßen gelungen. Sobald die Photos digitalisiert sind, werde ich auf einer gesonderten Seite nur diese Bilder zeigen…
Weiter ging es zur nächsten Insel, der Isla Santiago- dort zu einer Bucht namens Puerto Egas.
Während der Fahrt sahen wir an der Wasseroberfläche einen riesigen Rochen mit über 2 Metern Schwingenbreite- vielleicht sogar einen Manta…
Auf der Insel unternahmen wir eine Strandwanderung auf dem pechschwarzen Sand und beobachteten die Marinen Leguane. Diese Leguane sind super Modells, denn sie bewegen sich nicht- auch nicht wenn man sich ihnen auf 20cm nähert- und pennen den ganzen Tag in der Sonne. Auf dem schwarzen Sand ergab sich allerdings das Problem, dass man die ebenfalls schwarzen Tiere sehr leicht übersieht. Und so hätte ich fast den Genpool der Leguane um ein Paar Individuen verkleinert…












Das Mittagessen nahmen wir im schönsten Sonnenschein mit Blick auf die Bucht ein.
Dann ging es zum zweiten Mal an diesem Tag zum Schnorcheln. Diesmal entdeckte ich mehrere Riesen-Unterwasserschildkröten, die ich gleich verfolgte. Mit meinen Flossen hatte ich keinerlei Probleme, die Schildkröten einzuholen -und ich konnte sie sogar streicheln, so nah war ich.





Kurze Zeit später befand ich mich mitten in einem riesigen Fischschwarm. Total in Gedanken betrachtete ich die schönen bunten Tiere und dachte an nichts Böses, als plötzlich einen halben Meter unter mir ein riesiges Tier vorbeischnellte- ich zuckte zusammen. Auf einmal noch eines, was so dicht über mir entlang schwomm (ich war mittlerweile untergetaucht), dass es mir fast den Schnorchel wegriss. Voll in Panik, versuchte ich diesen Monstern zu entkommen, bis mir auffiel, das die Tiere jagende Seelöwen waren- die jagten zum Glück nicht mich, sondern nur den Fischschwarm, in dem ich mich befand. Auch den Seelöwen konnte man sich so sehr nähern, dass man sie berühren konnte und mit ihnen um die Wette schwimmen konnte.
Und wieder glitt unter mir eine Wasserschildkröte majestätisch durchs Blau- dieses Tier hat mir von allen Lebewesen auf Galapagos am besten gefallen.
Schon war der Abend hereingebrochen und wir machten uns auf die mehrstündige Schifffahrt zur nächsten Insel: Jetzt war die Stunde gekommen, wo man auf dem Deck relaxen konnte, die vorbeiziehende Landschaft genießen und die letzten Sonnenstrahlen einfangen. So fuhren wir dem Sonnenuntergang entgegen- wirklich unvergessliche Stunden.
Wir nahmen Kurs auf Isla Bartolomé. Langsam dämmerte es und die ersten Sterne zogen auf. So klar und hell habe ich die Sterne noch nie gesehen, denn es gab auf dem Schiff kein störendes Licht in der Nähe. Und so bin ich auf dem Deck liegend, die Sterne betrachtend fast eingeschlafen …

Das war der Reiseweg unseres ersten Tages